Isabella hörte auf sein schweres Atmen, ihr Gesichtsausdruck war im warmen Schein ihrer Nachttischlampe völlig gelassen. „Wenn du glaubst, dass du einen Rechtsanspruch auf mein Vermögen hast, Tyler“, sagte Isabella, und ihre Stimme wurde gefährlich und eisig ruhig, „willst du das vor Gericht bringen? Wir können unsere Scheidungsakten einfach vor einem Bundesrichter wieder öffnen und sehen, was passiert.“
In der Leitung herrschte Totenstille. Der feindselige, aggressive Mann löste sich in Nichts auf und wurde durch die leise, hohle Erkenntnis ersetzt, dass er absolut kein Druckmittel mehr hatte. „Isabella, bitte…“ Tyler begann zu weinen, seine Stimme brach, als er zu betteln begann. „Bitte, ich kann nirgendwo anders hin. Ich flehe dich an…“
Isabella machte sich nicht die Mühe, sich den Rest seiner Tränen anzuhören. Sie zog das Telefon lässig vom Ohr weg, tippte auf den Bildschirm, um aufzulegen, und blockierte die Nummer endgültig. Sie schaltete ihre Lampe aus, rollte sich in die bequeme, ruhige Geborgenheit ihrer Bettdecke und schlief sofort wieder ein, wobei sie die Verpflichtungen der Vergangenheit völlig ausblendete.