Als Chloe erkannte, dass sie nur noch Sekunden von einer Tragödie entfernt waren, zog sie mit schlüpfrigen, zitternden Fingern ihr Handy hervor und wählte die Notrufnummer der Tierkontrolle. „Bitte, ich brauche sofort Hilfe in der Gasse beim Lagerhaus in der 4th Street“, schrie sie über das Donnern des Gewitters hinweg in den Hörer. „Ein Hund ist unter schwerem Hochwasser-Schutt begraben, und das Wasser steigt schnell!“
Sie ließ das Handy fallen und tauchte ihre Arme wieder in das eiskalte Wasser, um den Kopf der Hündin über der Oberfläche zu halten, während Max seinen massigen Körper gegen das umhertreibende Holz stemmte und sie gemeinsam gegen die Strömung ankämpften, um sie am Leben zu erhalten.
Innerhalb von zehn qualvollen Minuten spritzten die Fahrzeuge des Tiernotdienstes in die überflutete Gasse. Genau dieselben Beamten, mit denen Chloe am Vortag gesprochen hatte, eilten herbei und leuchteten mit starken Scheinwerfern durch den strömenden Regen. Ausgerüstet mit Brecheisen, speziellen Rettungstragen und dicken Decken arbeiteten sie nahtlos zusammen, um die schweren Trümmer beiseite zu heben und die verletzte Hündin in Sicherheit zu bringen.