Drei Wochen nach dem Kauf blieb der Ring an der Kante eines Küchenschranks hängen. Eine winzige Metallklammer bog sich nach außen, sodass der graue Stein lose in seiner Fassung klapperte. Hannah hätte ihn beinahe in den Müll geworfen, doch die Gewohnheit, einen Ring zu tragen, hatte sich bereits festgesetzt.
Sie brachte ihn zu „Miller’s Fine Jewelry“, einem schmalen, schummrig beleuchteten Laden, der zwischen einer Reinigung und einer Bäckerei eingeklemmt war. Die Luft darin roch nach Metallpolitur und altem Papier. Mr. Miller, ein älterer Mann mit einer dicken Bifokalbrille auf der Nase, nahm den Ring mit einer gepolsterten Pinzette entgegen.
„Modeschmuck“, sagte er, ohne aufzublicken, mit rauer Stimme. „Unedles Metall mit einer Goldbeschichtung. Ich kann die Fassung zurückbiegen, aber ich kann nicht garantieren, dass das Messing nicht bricht.“ Hannah nickte und setzte sich auf den hohen Lederhocker, um zu warten.