Polizist verfolgt heimlich verlorenen Jungen, dann bricht er in Tränen aus, als er ihn sieht..

Als Leo schließlich die Worte ausgingen, griff sein Vater langsam nach ihm und gab dem Jungen Raum, sich zurückzuziehen, wenn er wollte. Leo tat es nicht. Er trat vor, und der Mann schlang beide Arme um ihn und zog ihn mit der verzweifelten Kraft eines Mannes an sich, der einmal losgelassen hatte und sich das nie verziehen hat. Er weinte in die nasse Jacke des Kindes, ohne es zu verbergen, während Leo sich an ihn klammerte, als hätte er immer noch Angst, der Moment könnte verschwinden.

Sean hatte schon oft Trauer, Erleichterung und Bedauern erlebt. Aber er hatte noch nie gesehen, dass alle drei in einem Atemzug auftreten. Etwas in ihm gab nach. Vielleicht war es der Anblick dieses Jungen, der die halbe Stadt allein durchquerte, weil er immer noch glaubte, dass sein Vater durchkommen würde, wenn es am wichtigsten war. Vielleicht war es aber auch der Mann, der sich festhielt, als ob es für ihn das Ende bedeuten würde, Leo noch einmal zu verlieren. Was auch immer es war, Sean wandte sein Gesicht zur Seite und weinte stille Tränen in den Regen, bevor er schließlich vortrat und ganz vorsichtig sagte: „Sir? Ich muss mit Ihnen reden.“