Sie saßen eine Weile damit, die beiden. Der Teekessel kochte, aber Edna hörte es nicht. Die Croissants blieben unangetastet. Draußen drückte der Oktoberwind an die Fenster, und drinnen war es ganz still in der Küche, so wie es in Räumen ist, in denen gerade etwas Bedeutendes passiert ist, und jeder darin versteht es.
Edna dachte an ihre Mutter – eine kleine Frau, praktisch veranlagt, ohne Gefühlsduselei, die dieses Seil sechzig Jahre lang auf dem Dachboden aufbewahrt hatte, ohne es je jemandem zu sagen. Die einen Brief an sich selbst mit einer Schwalbe versiegelt und ihn an das einzige Ding gebunden hatte, das ein Mann jemals mit seinen eigenen Händen für sie gemacht hatte. Die nie Erbsen gepflanzt hatte, wie Edna jetzt feststellte. Nicht ein einziges Mal, in all den Jahren ihrer Gartenarbeit. Als ob sie das auch noch aufheben würde.
Lily streckte die Hand ihrer Großmutter aus und nahm sie. Sie sagte kein Wort. Sie war mit ihren zweiundzwanzig Jahren weise genug, um zu wissen, dass manche Dinge keine Worte brauchen. Das Seil lag zwischen ihnen wie eine Brücke – nicht über das Wasser, sondern über die Zeit. Edna drehte ihre Hand um und hielt die Finger ihrer Enkelin ganz fest. „Er ist nie nach Hause gekommen“, sagte sie. Es war keine Frage. „Nein“, sagte Lily. „Ich glaube nicht, dass er es tat.“