Dr. Leila Anand traf an jenem Nachmittag mit Probenkoffern ein. Sie bestätigte Owens Feststellung umgehend. „Sie sind wahrscheinlich mit der Erde einer importierten Pflanze hierhergekommen“, erklärte sie Mary. Der Apfelbaum war heimisch. Was Leila weitaus mehr beunruhigte, war die enorme Größe der Kolonie und deren Kontakt zum Ferienhaus.
Ein Assistent ließ eine Kamera in einen Tunnel hinab, während Mary hinter dem geschlossenen Küchenfenster zusah. Auf dem Bildschirm waren Kammern zu sehen, die voller Larven, Arbeiterinnen und verstreuter blauer Körner waren. Einige Ameisen trugen die Partikel in ihren Kiefern. Andere liefen durch blauen Staub, der ihre Beine und Körper bedeckte. In der Nähe einer Kammer lagen mehrere tote Arbeiterinnen. „Was ist das für ein Material?“, fragte Mary über Leilas Funkgerät. „Das wissen wir noch nicht“, antwortete Leila.
Sie wollte nicht darüber spekulieren, warum die Ameisen es gesammelt hatten. Proben wurden in Behältern für die chemische Analyse entnommen. Weniger als eine Stunde später rief das Labor an. Leila hörte schweigend zu und bat den Techniker dann, das Ergebnis zu wiederholen. „Versiegelt alles“, sagte sie. „Niemand darf diese Behälter ohne vollständige Schutzausrüstung wieder öffnen.“ Mary trat näher. „Was haben sie gefunden?“ Leila zog ihre Handschuhe aus und blickte in Richtung der Hütte. „Genug, um dieses Grundstück unsicher zu machen. Pack ein, was du brauchst. Du und Pip müsst noch heute Nacht abreisen.“