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7. Wie wirkte sich die Wehrpflicht auf die amerikanische Gesellschaft aus?
Die Wehrpflicht machte den Vietnamkrieg zu einer zutiefst persönlichen Angelegenheit. Junge Männer konnten zum Kampf einberufen werden, und diese Angst prägte Universitäten, Familien, Freundschaften und die Politik. Für viele Amerikaner war der Krieg keine abstrakte außenpolitische Debatte. Es war ein Brief in der Post, der den Lauf eines Lebens verändern konnte.
Die Wehrpflicht legte auch Spannungen zwischen den Klassen und Rassen offen. Einige Männer fanden Wege, den Dienst durch ein Studium oder andere Möglichkeiten aufzuschieben, während andere weniger Optionen hatten. Der Satz „alt genug zum Kämpfen, alt genug zum Wählen“ brachte die Wut einer Generation auf den Punkt, die in den Krieg geschickt werden konnte, bevor sie volle politische Macht hatte. 1971 wurde das Wahlalter in den Vereinigten Staaten auf 18 Jahre gesenkt.
Dieser Zusammenhang ist nach wie vor von Bedeutung. Wann immer jungen Menschen gesagt wird, sie seien alt genug, um zu arbeiten, Steuern zu zahlen, zu dienen oder die Folgen politischer Entscheidungen zu tragen, stellen sie dieselbe grundlegende Frage: Wenn wir die Last tragen, warum sollten wir dann keine Mitsprache haben?