Diese Frau hat eine alte Schule in ein Haus umgebaut – werfen wir einen Blick hinein!

Ein Hauch von Gelassenheit

Die letzte Station unseres Rundgangs ist das Hauptbadezimmer, das sich im alten Kunstatelier befindet. Der Raum wurde wegen seines nach Norden gerichteten Lichts und der leicht zu reinigenden Fliesenböden ausgewählt und zu einem spaähnlichen Rückzugsort umgestaltet. Eine freistehende Badewanne mit Krallenfuß befindet sich direkt unter einem von Elena installierten Oberlicht, so dass man beim Einweichen die Sterne beobachten kann. Die originalen tiefen Industriewaschbecken, in denen sich Generationen von Kindern einst die Temperafarbe von den Händen wuschen, wurden mit luxuriösen Messingarmaturen ausgestattet und als Waschtische für „Sie und Ihn“ mit atemberaubenden Marmorabdeckungen umfunktioniert.

Die Überbleibsel der kreativen Vergangenheit des Raums sind in den bunten Farbspritzern zu sehen, die Elena lieber in den Betonboden versiegelt hat, als sie abzuschrubben. Diese „Geister der Kreativität“ verleihen dem ansonsten minimalistischen Raum eine verspielte, moderne Ausstrahlung. Hängepflanzen gedeihen in der feuchten, sonnendurchfluteten Umgebung, hängen von den Dachsparren herab und mildern die industriellen Kanten des Raums. Es ist ein Raum, der die Unordnung des Lebens und die Schönheit des Neubeginns zelebriert. Wie Elena sagt, ist sie nicht einfach in eine Schule eingezogen, sondern hat der Schule erlaubt, sie zu lehren, wie man mit der Geschichte lebt.