Warum gehen Inder auf diese Weise auf die Toilette?

Die Verwendung von Wasser veränderte alles

Es gibt noch einen weiteren Aspekt der Geschichte, den Besucher oft erst bemerken, nachdem sie sich im Badezimmer umgesehen haben: Wasser. In vielen indischen Haushalten ist das Reinigen mit Wasser nach dem Toilettengang die übliche Routine. Das kann einen kleinen Eimer und einen Becher, einen Wasserhahn in der Nähe oder in neueren Badezimmern eine Handbrause neben der Toilette bedeuten.
Diese Gewohnheit verändert oft die Funktionsweise des gesamten Badezimmers. Eine Hocktoilette passt natürlich zur Reinigung mit Wasser, da der Boden, der Abfluss und die Waschroutine alle Teil derselben Einrichtung sind. Es geht nicht nur darum, wo man sitzt oder hockt. Es geht darum, wie der Raum so gestaltet ist, dass er anschließend gereinigt werden kann, sowohl von der Person, die ihn benutzt, als auch von demjenigen, der das Badezimmer täglich reinigt.

Es gibt auch das Argument der öffentlichen Toiletten. Manche Menschen bevorzugen Hocktoiletten an stark frequentierten Orten, da es keinen gemeinsamen Sitz gibt, den man berühren muss. Jeder, der schon einmal eine fragwürdige öffentliche Toilette betreten hat, kann diese Logik sehr schnell nachvollziehen. Natürlich ist das keine Zauberei. Eine schmutzige Hocktoilette ist natürlich immer noch eine schmutzige Toilette. Aber wenn sie ordnungsgemäß gepflegt wird, empfinden viele Nutzer sie als praktisch, unkompliziert und sauberer, insbesondere in überfüllten Gemeinschaftsräumen, wo Vertrauen wichtiger ist als Komfort.