Longaberger-Körbe (Nr. 20)
Die Longaberger Company war ein Multi-Level-Marketing-Gigant, der die 1990er Jahre beherrschte. Das Unternehmen mit Sitz in Ohio – komplett mit einem siebenstöckigen Firmensitz, der genau wie ein riesiger Picknickkorb geformt war – verkaufte handgefertigte Körbe aus Ahornholz über ein Netzwerk unabhängiger Verkaufsberater, die von zu Hause aus arbeiteten. Auf dem Höhepunkt des Booms behandelten Sammler diese praktischen Haushaltsbehälter wie Kunstwerke und gaben regelmäßig 100 bis 300 Dollar für limitierte saisonale Auflagen aus.
Heute ist der Sekundärmarkt für diese Körbe völlig zusammengebrochen. Die Multi-Level-Marketing-Blase platzte Anfang der 2000er Jahre, und jüngere Generationen, die in kleinere Wohnungen ziehen, betrachten sie eher als sperrige, unpraktische Staubfänger denn als Erbstücke. Nachlassverkäufe sind regelrecht mit ihnen überschwemmt, und gewöhnliche Vintage-Stücke von Longaberger erzielen online kaum noch 10 bis 20 Dollar. Der Niedergang der Marke war so total, dass ihr berühmter, korbförmiger Firmensitz jahrelang leer stand, bevor er mit einem massiven Verlust verkauft wurde. Sofern Sie nicht einen unglaublich seltenen, makellosen Prototyp aus den 1970er Jahren besitzen, der von Gründer Dave Longaberger signiert ist, sind diese Körbe nur noch einen winzigen Bruchteil ihres ursprünglichen Kaufpreises wert.