Fakt 8: Island hat die meisten veröffentlichten Bücher pro Kopf der Bevölkerung
In Island werden mehr Bücher pro Person veröffentlicht als in jedem anderen Land der Erde. Mit seiner winzigen Bevölkerung produziert das Land jedes Jahr eine außergewöhnliche Anzahl von Büchern – ungefähr ein Buch für jeden zehnten Einwohner. Das Lesen ist in der isländischen Kultur tief verankert, nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern auch als nationale Identität.
Das isländische Weihnachtsfest ist mit einer Tradition verbunden, die „Jólabókaflóð“ genannt wird – die „Weihnachtsbuchflut“ Jedes Jahr in den Wochen vor Weihnachten bringen die Verlage eine Flut von neuen Büchern heraus, und die Isländer kaufen und verschenken Bücher in einem Ausmaß, wie es sonst nirgendwo der Fall ist. An Heiligabend ist es Tradition, seine Buchgeschenke zu öffnen und den Rest des Abends lesend zu verbringen, oft begleitet von Schokolade. Das Konzept ist in den letzten Jahren weltweit als eine Art aufstrebende Weihnachtstradition bekannt geworden, aber in Island ist es einfach so, wie Weihnachten schon immer funktioniert hat.
Die literarische Kultur ist eng mit der älteren isländischen Tradition der Sagas verbunden – epische mittelalterliche Prosaerzählungen, die im 12. und 13. Jahrhundert geschrieben wurden und das Leben der Isländer aus der Wikingerzeit mit bemerkenswerter dramatischer Raffinesse schildern. Die Sagas werden in Island auch heute noch häufig gelesen, und zwar in ihrem ursprünglichen Altnordisch, das dem modernen Isländisch recht nahe kommt.