Seine Familie verlor 500.000 Dollar durch einen Betrug – aber das Schlimmste stand noch bevor..

Adrians Vorsicht verschwand nicht über Nacht, sondern verringerte sich langsam. Nachdem er sechs Monate lang zuverlässige Auszahlungen erhalten hatte, investierte er weitere zwanzigtausend Dollar. Nach einem Jahr ließ er seine Gewinne wieder in den Fonds fließen. Als Victor ihn zu einem privaten Treffen in einer Hotellounge einlud, ging Adrian mit Fragen hin und ging völlig beruhigt wieder.

Bei dem Treffen gab es Diagramme, Risikomodelle und eine Handvoll anderer Investoren, die ruhig und normal aussahen. Da waren ein pensionierter Ingenieur, ein Nachhilfelehrer und ein Zahnarzt. Keiner sah dumm oder verzweifelt aus. Das tröstete Adrian mehr als der Papierkram. Betrügereien sollten rücksichtslose Menschen anlocken, keine Profis mit Hypotheken und Terminkalendern.

Bald war Victor ein bekannter Name. Mei neckte Adrian wegen seines Investitionshobbys, und ihr Vater, Mr. Chua, fragte ihn eines Abends beim Abendessen, wie es mit dem Handel laufe. Adrian versuchte, gelassen zu wirken, konnte aber seine Begeisterung nicht verbergen. „Es läuft sehr gut“, sagte er und erklärte die hohen Renditen. Er hätte das Thema wechseln sollen, aber damit öffnete er eine Tür, die er noch jahrelang bereuen würde.