Verwirrt rief der Bauleiter einen Geologen von der nahegelegenen staatlichen Universität hinzu. Der Forscher traf mit einem tragbaren Röntgenfluoreszenz-Scanner (XRF) ein und richtete das Gerät auf die dunklen metallischen Streifen, die sich durch den Stein zogen. Als das Gerät piepte, starrte der Geologe auf die digitale Anzeige, und sein Gesicht verlor jede Farbe. Die äußere Kruste des Gesteins war stark mit Scheelitgesättigt – dem wichtigsten Roherz für Wolfram.
Wolfram ist bekanntlich eines der dichtesten, schwersten und hitzebeständigsten Metalle der Erde, was erklärte, warum es die Werkzeuge zerbrochen hatte. Doch der Geologe wies sofort auf eine eklatante Anomalie hin. Scheelit bildet sich in zerklüfteten, mikroskopisch kleinen Adern tief unter der Erde. Es bildet von Natur aus keine glatte, abgerundete Kapsel wie diese.
„Und es gibt ein riesiges physikalisches Problem“, murmelte der Geologe, während er das Volumen des Gesteins im Verhältnis zu seinem Gewicht berechnete. „Selbst wenn dieser Felsbrocken aus massivem Wolfram bestünde, müsste er mehr als die Hälfte dessen wiegen, was gerade den Bagger zum Umkippen gebracht hat. In dieser metallischen Hülle ist ein völlig anderes Material eingeschlossen.“