Manny versuchte, sie nach oben in Richtung Kommandobrücke zu lenken – egal wohin, Hauptsache, sie gewannen Zeit –, doch Bashir war unruhig. Als er die schwere Luke hinunter zu den Maschinendecks entdeckte, schlüpfte Bashir an Manny vorbei und stieg hinab in die feuchte Hitze und den schweren Geruch von Heizöl. Augenblicke später hallte Bashirs Stimme laut hinter dem massiven, stillen Hauptmotorblock herauf. „Dahir! Hier!“
Manny spürte, wie ihm die letzte Kraft aus den Knien wich, als er ihnen die Leiter hinunter eilte. Bashir stand vor einer massiven grauen Stahltür, die bündig mit dem Schott abschließt und keinerlei Außengriff aufwies. Er stieß kräftig dagegen, doch die gepanzerte Tür gab keinen Millimeter nach. Bashir ging in die Hocke und presste sein Ohr flach gegen den kalten Stahl. Im Inneren knackte das Kniegelenk des zweiten Ingenieurs laut in der dunklen Stille. Bashirs Augen weiteten sich augenblicklich. „Da ist jemand drin!“ Dahir schlug dreimal mit seiner schweren Faust gegen den Stahl.
„Hey! Aufmachen!“ Die dicke Panzerung schluckte den Klang. Er wandte sich an Manny, seine Stimme leise und tödlich. „Nur du, Koch? Du lügst.“ Manny stammelte und versuchte, sich etwas einfallen zu lassen: „Das ist der Farblagerraum. Die Tür klemmt!“ Dahir bedeutete einem seiner Männer, einen schweren Schraubenschlüssel von der Werkbank zu holen. Manny wusste, dass die Tür halten würde, aber ihm lief die Zeit davon. Er brauchte eine bessere Ablenkung. „Willst du das Geld des Kapitäns?“, platzte es aus Manny heraus. „Es ist in meinem Kühlraum.“