„Ihr fragt euch, wie das Wasser funktioniert“, sagte sie. Es war keine Vermutung. Es war offensichtlich. Mara trat nach draußen und zeigte auf das Dach. Auf den ersten Blick sah es ganz normal aus. Aber aus der Nähe konnte man die leichten Winkel erkennen, die in das Dach eingearbeitet waren – gerade genug, um das Regenwasser in schmale Kanäle zu leiten, die an den Rändern entlangliefen. Alles führte irgendwo hin. „Zu den Tanks“, sagte sie und deutete hinter das Haus. Regenwasser. Gesammelt, gespeichert, sorgfältig verwendet.
Wir folgten ihr zurück ins Haus, in der Erwartung, dass sich dort die Grenzen zeigen würden. Das taten sie nicht. Das Badezimmer war klein, aber komplett. Ein richtiges Waschbecken. Eine Toilette. Sogar eine Badewanne, die sauber an einer Seite angebracht war und in den Raum passte, als hätte sie schon immer dort hingehört. Nichts wirkte behelfsmäßig. Nichts schien zu fehlen. „Es regnet genug“, fügte sie hinzu. „Ich hatte noch nie einen Mangel.“ Und wenn man so dastand, war es schwer, das zu bestreiten.
Denn für etwas, das vollständig vom Wetter abhing, fühlte es sich für sie überhaupt nicht unsicher an.