Die seltsame Wahrheit über die plötzlichen Wochenendausflüge meines Mannes herausfinden

Die absolute Stille der toten Leitung hallte in dem stillen Auto wider und ließ Clara mit leerem Blick auf ihr Telefon starren. Toms Stimme war verzweifelt gewesen, doch im Hintergrund seines Anrufs waren weder Wind noch schweres Atmen oder die Stimmen eines Dutzend anderer Männer zu hören, die einen Berg hinaufwanderten. Die Diskrepanz nagte an ihr und ließ den Knoten in ihrem Magen zu einem harten, schmerzhaften Klumpen werden.

Angetrieben von einem verzweifelten, quälenden Bedürfnis nach Klarheit, startete Clara den Motor. Sie konnte nicht in ein leeres Haus zurückkehren, während ihr diese Zweifel im Kopf herumschwirrten. Sie fuhr direkt zur örtlichen Kirche, entschlossen, die Wahrheit herauszufinden und den Schreckensszenarien, die ihr durch den Kopf gingen, ein Ende zu setzen.

Sie fand den Pfarrer der Gemeinde, Pater Thomas, der in der ruhigen, leeren Eingangshalle Gesangbücher ordnete. Sie versuchte, wie eine vernarrte, vergessliche Ehefrau zu klingen, und fragte nervös nach den genauen Koordinaten des Zeltplatzes der Männer, da sie diese für einen Notfall in der Familie benötigte.


Der Pfarrer sah sie mit echter Verwunderung an und legte das Gesangbuch auf eine Holzbank. „Die Einkehrtage für Männer, Clara? So etwas haben wir bis zum Spätsommer nicht geplant. Tatsächlich hat sich Tom in diesem Frühjahr für keine kirchlichen Veranstaltungen angemeldet. Er ist sogar schon vor Wochen von seinen ehrenamtlichen Aufgaben zurückgetreten, weil er angeblich viel zu beschäftigt ist.“