Murat bewegte sich vorwärts. Zuerst langsam. Dann schneller. Der Gang begann sich zu verbreitern, die Decke hob sich gerade so weit, dass er aufrecht stehen konnte. Der Lichtstrahl seiner Taschenlampe prallte an den Wänden ab und offenbarte rauen Stein, der überhaupt nicht wie ein Teil seines Hauses aussah. Das hier war anders. Älter. Geschnitzt. Die Stimmen kamen wieder. Näher. Murat drehte seinen Kopf und versuchte, ihnen zu folgen.
„Das macht keinen Sinn…“, flüsterte er. Er machte einen weiteren Schritt – und sein Fuß stieß gegen etwas. Ein dumpfes, metallisches Geräusch ertönte. Er blickte nach unten. Ein Gegenstand lag halb vergraben im Staub. Er ging in die Hocke und bürstete ihn ab. Ein Topf. Aus Metall. Abgenutzt. Kalt bei der Berührung. Murat richtete sich langsam auf und schwenkte das Licht herum. Da waren noch mehr. Verstreut an den Rändern des Ganges.
Nicht zufällig. Platziert. Benutzt. Er machte einen weiteren Schritt vorwärts. Der Tunnel machte eine leichte Kurve. Dann öffnete er sich. Das Licht dehnte sich nun weiter aus und offenbarte etwas, das über einen kleinen Geheimraum hinausging, der in der Nähe seiner Garage gebaut worden war, und es war viel mehr als nur ein Durchgang. Murat stockte der Atem.
Die Stimmen veränderten sich wieder, hallten aus dem Inneren. Sie zogen ihn vorwärts. Und ohne nachzudenken, folgte er ihnen.