Murat blieb stehen. Irgendetwas fühlte sich nicht richtig an. Er drehte sich langsam um und hob die Taschenlampe hinter sich. Der Gang erstreckte sich in die Richtung, aus der er gekommen war, aber er sah nicht so aus wie vorher. Nicht genau. Die Winkel fühlten sich falsch an. „Okay… geh einfach zurück“, murmelte er. Er verfolgte seine Schritte zurück und ging jetzt schneller.
Der Lichtstrahl flimmerte über die Wände, während er versuchte, sich an Kurven zu erinnern – an irgendetwas Bekanntes. Nichts stach hervor. Alles sah gleich aus. Noch eine Kurve. Dann noch eine. Murat wurde langsamer. Sein Atem veränderte sich. Er bog erneut ab und blieb stehen. Das war nicht derselbe Gang. Das konnte nicht sein. Er drehte sich zurück und versuchte, sich neu zu orientieren. Zu viele Öffnungen. Zu viele Wege.
Das Echo seiner eigenen Schritte machte es noch schlimmer, es prallte aus verschiedenen Richtungen zurück und verwischte jeden Sinn dafür, woher er gekommen war. Murat schluckte. Die Luft fühlte sich jetzt kälter an. Er schaute auf seine Uhr. Später als er dachte. Viel später. „Wie lange war ich hier unten…?“, flüsterte er. Er drehte sich noch einmal um, dieses Mal vorsichtiger.
Er musste hier raus. Jetzt. Denn etwas sagte ihm, dass er bereits zu weit gegangen war.