Min-ho umklammerte das Steuerrad so fest, dass seine Knöchel weiß wurden. Mit leeren Händen ans Land zurückzukehren bedeutete, das Boot komplett zu verlieren. Es bedeutete, dass sie diesen Monat keine Lebensmittel kaufen und ihre Familien nicht versorgen könnten. Die Verzweiflung lag wie eine schwere, erstickende Last in der beengten Kabine. „Wir können nicht zurück, Jun“, murmelte Min-ho mit angespannter Stimme. „Nicht mit einem leeren Boot.“
Bevor Jun widersprechen konnte, flackerte der kleine Fischfinder-Bildschirm an der Wand und warf ein leuchtend grünes Licht auf ihre Gesichter. Ein kleiner, dicht gedrängter, aber leuchtend grüner Schwarm tauchte im tiefen Wasser direkt unter ihnen auf. Jun beugte sich vor, sein Einwand erstickte ihm im Hals. Er klopfte gegen die Scheibe. „Schau dir an, wie dicht das ist … es bewegt sich langsam und gleichmäßig. Es sieht genau wie ein riesiger, unberührter Schwarm teurer Makrelen aus.“ Min-hos Augen leuchteten vor plötzlicher Aufregung. Ein einziger Fang dieser Größe würde alle ihre Schulden an einem einzigen Nachmittag tilgen.
„Siehst du?“, flüsterte Min-ho und ignorierte das stumme Funkgerät. „Das ist ein Zeichen. Es ist direkt unter uns. Wir machen einfach einen kleinen Umweg, werfen die Netze aus, fangen die Fische und dann fahren wir nach Hause. Ändere unseren Kurs, damit wir ihm folgen können.“