Rahul war schon seit Jahren nicht mehr in seinem Dorf gewesen. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte er anderswo, studierte Wildtiere, arbeitete in Reservaten und dokumentierte das Verhalten von Tieren. Elefanten waren immer sein Schwerpunkt gewesen. Er hatte sie in freier Wildbahn beobachtet. Er studierte, wie sie sich bewegten, wie sie reagierten und wie sie ihre Artgenossen beschützten. Und mit der Zeit hatte er festgestellt, dass sich etwas verändert hatte.
Sie waren jetzt unruhiger. Vorsichtiger. Manchmal sogar unberechenbar. Nicht, weil sie es wollten, sondern weil ihre Welt geschrumpft war. Wälder wurden abgeholzt. Pfade wurden unterbrochen. Begegnungen mit Menschen wurden häufiger. Und in manchen Fällen… gefährlicher.
Deshalb ist er zurückgekommen. Nicht nur um zu besuchen. Sondern um einige Zeit damit zu verbringen, die Tierwelt rund um sein Dorf zu dokumentieren; ein Ort, den er als Kind erkundet hat. Es sollte einfach sein. Eine kurze Auszeit. Ein kleines Projekt. Nichts Ungewöhnliches. An diesem Morgen hatte er seine Kamera genommen und war in den Wald hinter dem Dorf gegangen. Nur ein paar Stunden. Ein paar Fotos. Das war der Plan.
Aber jetzt… Das Geräusch von vorhin ging ihm nicht mehr aus dem Kopf. Denn wenn Rahul eines wusste, dann, dass Elefanten solche Geräusche nicht machen, es sei denn, etwas ist furchtbar falsch.