Der Lichtstrahl der Taschenlampe zitterte in Sarahs Hand, als sie in der feuchten Mitte des Kellers stand. Neben ihr starrte Luna nicht mehr nur vor sich hin; der Rücken der Katze wölbte sich zu einer zackigen Spitze, ein tiefes, gutturales Knurren vibrierte durch ihren kleinen Körper. Es waren keine Mäuse. Mäuse sorgten nicht dafür, dass sich die Luft so schwer anfühlte, und Mäuse versteckten sich sicher nicht hinter einer Backsteinwand, die mit einem schwachen Pulsschlag vibrierte.
Als der erste Ziegel unter dem Druck von Marks Brecheisen abbröckelte, erkannte Sarah, dass die „Setzgeräusche“, die sie gehört hatten, nicht das Haus waren, das alt wurde – es waren die Geräusche von etwas Verborgenem, das zu atmen versuchte. Die Katze hatte sie seit dem Tag ihrer Ankunft gewarnt und eine Präsenz gespürt, die sich jeder Logik entzog. Jetzt, da ein hohler Zug kalter, duftender Luft aus der Öffnung strömte, kam die Wahrheit endlich ans Licht, und sie war weitaus beunruhigender als jede Geistergeschichte, die sie sich hätten vorstellen können..