Diese 78-Jährige ließ ihr Traumhaus in einer Höhle bauen – aber das Innere sieht nicht so aus, wie man es erwarten würde

Die um den Stein herum geschnitzte Küche

Die Küche von Marta ist nicht groß, aber sie ist der Raum, der die Leute zuerst zum Lächeln bringt. Sie hat die fröhliche Zweckmäßigkeit der Küche einer Großmutter und die seltsame Schönheit von etwas, das um ein Geheimnis herum gebaut wurde. Die Arbeitsplatten folgen der natürlichen Kurve der Höhlenwand, was bedeutet, dass nichts perfekt gerade ist. Ein Regal lehnt sich leicht in den Stein. Eine Ecke wurde unangetastet gelassen, weil Marta die Form des Felsens dort gefällt. „Das“, sagt sie den Besuchern und klopft stolz darauf, „ist meine Dekoration“

An schwarzen Haken hängen Kupferpfannen, auf einem Holzregal stehen Gläser mit getrockneten Kräutern und ein kleiner runder Tisch, an dem Marta jeden Morgen ihr Frühstück einnimmt. Sie hat auf einem richtigen Ofen bestanden, denn sie wusste, dass sie das Backen nicht aufgeben würde, Höhle hin oder her. Sonntags zieht der Brotgeruch durch die Eingangstür hinaus auf die Straße und verwirrt jeden, der erwartet, dass eine Höhle nach Moos und Geheimnis riecht.

Die Bauherren wollten den größten Teil des Steins hinter Platten verstecken. Marta sagte wieder nein. So wurde die Küche zu einer Mischung aus alt und neu: glatte Schränke, sanfte Beleuchtung, rauer Stein und ein kleines Fenster über der Spüle, in dem ein paar Töpfe mit Basilikum ihr Bestes geben, um zu wachsen. Sie ist nicht glatt. Es ist nicht perfekt wie in einem Ausstellungsraum. Es ist besser als das. Es sieht bewohnt aus.