Der Faktor „erwünschte Schwierigkeit
Psychologen sprechen oft von „erwünschter Schwierigkeit“ Dabei handelt es sich um die Vorstellung, dass das Gehirn die Informationen viel intensiver verschlüsselt, wenn eine Aufgabe etwas schwieriger zu lösen ist. Die kognitive Höchstleistung hält nicht so lange an, wie die meisten Menschen annehmen. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit – also die Geschwindigkeit, mit der Ihr Gehirn Informationen verarbeitet – beginnt in den späten Zwanzigern zu sinken. Das Arbeitsgedächtnis, die mentale Tafel, auf der Sie Gedanken festhalten und bearbeiten, beginnt in den Dreißigern nachzulassen. Mit fünfzig sind die Veränderungen nicht mehr nur statistischer Natur, sondern vielleicht sogar spürbar.
Was beschleunigt den geistigen Verfall? Wiederholungen ohne Herausforderung. Passiver Konsum. Aufgaben, die das Gehirn auf Autopilot ausführen kann. Kommt Ihnen das bekannt vor? Die moderne digitale Umgebung ist fast von vornherein eine Maschine, die genau das tut – sie gibt dem Gehirn gerade genug Anregung, um beschäftigt zu bleiben, aber nie genug, um zu wachsen. Die heutige Technologie ist so konzipiert, dass sie reibungslos funktioniert. Wir tippen, wir wischen und wir korrigieren automatisch. Die Gewohnheit, über die wir hier sprechen, führt jedoch eine absichtliche, produktive Reibung ein. Sie verlangsamt die „Eingabe“ von Informationen, was paradoxerweise die „Speicherung“ beschleunigt Untersuchungen von Spitzenuniversitäten haben ergeben, dass Menschen, die diese Gewohnheit praktizieren, komplexe Ideen viel besser zusammenfassen können als diejenigen, die sich auf schnelle digitale Alternativen verlassen.
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