Das Schlafzimmer
Das Schlafzimmer folgt dem gleichen Ansatz wie der Rest des Ferienhauses: mit dem Alter arbeiten, nicht dagegen. Freiliegende Balken prägen die Decke und die Wände und verleihen dem Raum Winkel, die sich absichtlich nur schwer nachbilden ließen. Anstatt alles symmetrisch zu gestalten, integriert Amy die ungewöhnlichen Formen in die Raumaufteilung. Die Möbel stehen dort, wo sie am besten passen, und nicht dort, wo ein moderner Grundriss es vorschreibt.

Ihre Antiquitäten kommen hier gut zur Geltung. Truhen, Lampen, Bilder und Dekorationsgegenstände wirken vor dem Hintergrund des alten Holzes keineswegs fehl am Platz. Weiche Bettwäsche und Textilien verhindern, dass der Raum schwer wirkt, während persönliche Gegenstände für eine entspannte Atmosphäre sorgen. Der Eindruck ist in erster Linie gemütlich und erst in zweiter Linie historisch. Man nimmt die alte Bausubstanz wahr, kann sich aber auch gut vorstellen, hier zu schlafen, ohne das Gefühl zu haben, eine Nacht inmitten einer Ausstellung gebucht zu haben.
Diese Ausgewogenheit ist eine von Amys größten Stärken. Ein so altes Haus kann leicht zu „heilige“ Anmut annehmen. Die Eigentümer trauen sich am Ende vielleicht nicht mehr, irgendetwas anzurühren. Amy hat eindeutig Respekt vor dem Gebäude, erwartet aber dennoch, dass es als ihr Zuhause dient. Das Schlafzimmer ist ein gutes Beispiel dafür. Es spiegelt die Geschichte des Häuschens in den Balken und Proportionen wider, bleibt aber dennoch ein praktischer Raum für den Alltag.