Hell, aufgeräumt und voller Lebensfreude
Die erste Überraschung ist das Licht. Die Wände und die Decke sind weiß gestrichen, und durch die beiden Fenster fällt Tageslicht herein. Der Raum ist zwar nur etwa 12 mal 14 Fuß groß, wirkt aber weder dunkel noch beengt. Er strahlt Sauberkeit und Ruhe aus, als hätte sich jemand jeden Tag um ihn gekümmert. Die zweite Überraschung ist die Farbe. Fast alle Textilien in diesem Raum hat Edna selbst hergestellt.
Über der Rückenlehne ihres Schaukelstuhls liegt die erste Steppdecke, die sie je genäht hat, aus verblassten roten und blauen Quadraten. Eine weitere Steppdecke bedeckt das kleine Sofa, und auf dem Boden liegt ein geflochtener Flickenteppich, den sie aus alten Kleidungsstücken hergestellt hat. Auf den Fensterbänken stehen rote Geranien und eine Grünlilie, die sie seit zwanzig Jahren am Leben hält. Auf einem schmalen Regal über dem Sofa stehen gerahmte Fotos: ihr Hochzeitstag, Frank auf seinem Traktor, vier Kinder auf der Treppe des Bauernhauses und eine lange Reihe von Enkeln und Urenkeln.
In der Ecke steht der kleine schwarze Holzofen. Im Winter heizt er den ganzen Raum in weniger als einer Stunde auf, und Edna lässt einen Wasserkessel darauf stehen. „Holzheizung ist die beste Heizung“, sagt sie. „Das wärmt einem bis in die Knochen.“ Ihr Schaukelstuhl steht direkt daneben, neben einem Korb mit Garn und ihrer Lesebrille. Doch das Genialste an diesem Haus befindet sich am anderen Ende des Raums, wo ihre Söhne eine Küche und ein Schlafzimmer in einen Raum eingebaut haben, der kleiner ist als die meisten Garagen. Sehen Sie es sich auf der nächsten Seite an.