Kartoffeln mit Trieben, gesund oder ungesund? DAS war dir bestimmt nicht klar!

Kartoffeltriebe

Kartoffeln mit Trieben aufessen oder wegschmeißen?

Keine Seltenheit: getriebene Kartoffeln in der Abseite oder Speisekammer. Sie sind einfach etwas zu lange liegen geblieben. Aber was soll man nun tun? Oft schmeißen wir sie einfach dazu. Untersuchungen ergeben jedoch: da ist giftiges ‚Solanin‘ drin!

Solanin ist ein natürlicher Giftstoff der in Kartoffeln, Tomaten, Auberginen und anderen Nachtschattengewächsen vorkommt. Solanin befindet sich direkt unter der Schale und in den Trieben von etwas älteren Kartoffeln. Der Stoff schützt vor Schimmel, Insekten und Würmer. Ein wenig Solanin ist für den Menschen nicht schlimm, nimmt er jedoch zu viel zu sich, dann kann das zu körperlichen Beschwerden führen: Fieber, Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Schwäche, Depression oder Erbrechen. Es sind noch nicht viele Nebenwirkungen von kleinen Mengen Solanin bekannt. Zum Glück ist nicht jeder Mensch gleich empfindlich.

Solanin wird bei der Zubereitung des Gemüses reduziert. Zusätzlich weisen die derzeit auf dem Markt erhältlichen Kartoffelsorten keine gesundheitlichen Bedenken auf. Aber: sobald die Kartoffeln Triebe bekommen, altern, zu viel Licht ausgesetzt sind – dann ist der Solaningehalt höher als 200 mg. Das bedeutet, es können Vergiftungserscheinungen auftreten.

Um so wenig Solanin wie möglich aufzunehmen, gelten folgende Ratschläge:

  • Bewahre deine Kartoffeln an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort. Dies beugt die Entstehung von Trieben vor.
  • Schneide grüne Stellen, Triebe und beschädigte Flächen großzügig weg.

Fazit: Du kannst Kartoffeln mit Trieben schon noch essen, aber schneide wirklich alles großzügig weg und achte darauf, dass du nicht zu viel davon isst.