Zwei weitere Gründe und ein Mythos
Grund Nummer zwei ist der Ring in der Toilettenschüssel. Ein schmutziger Ring an der Wasserlinie besteht oft aus einer Schicht aus Seifenresten, Körperfetten und Staub – und Spülmittel ist genau dafür geeignet. Geben Sie ein wenig davon auf die Innenseite der Schüssel, lassen Sie es zehn Minuten einwirken, schrubben Sie dann mit der Toilettenbürste und spülen Sie die Toilette. Ein ehrlicher Hinweis: Wenn der Ring hart und kreideartig, weiß oder bräunlich ist, handelt es sich um Kalkablagerungen durch hartes Wasser, und Seife kann diese nicht auflösen. Gießen Sie in diesem Fall ein oder zwei Tassen weißen Essig hinein, lassen Sie ihn einige Stunden einwirken und schrubben Sie dann. Geben Sie niemals Essig in eine Toilettenschüssel, in der sich noch Bleichmittel befindet.
Grund Nummer drei ist einer, den Sie vielleicht schon einmal im Internet gesehen haben: Man gibt Spülmittel in den Spülkasten, sodass bei jeder Spülung Seifenwasser in die Toilettenschüssel gelangt. Dieser Trick hält meist nicht, was er verspricht. Ein kleiner Spritzer Spülmittel richtet zwar wahrscheinlich keinen Schaden an, hat aber kaum reinigende Wirkung; es kann schäumen, und man müsste ständig nachfüllen. Mehrere Toilettenhersteller warnen zudem generell vor Reinigungsmitteln im Spülkasten, insbesondere vor Bleichmitteltabletten, da aggressive Chemikalien die Gummiklappe und die Dichtungen im Inneren des Spülkastens angreifen und Undichtigkeiten verursachen können.
Beschränken Sie die Reinigung also auf die Toilettenschüssel, wo Sie sehen können, was Sie tun. Die Flasche neben dem Spülbecken ist zwar kein Wundermittel, aber ein kostengünstiger und sicherer erster Schritt bei einer verstopften Toilette und einem schmutzigen Ring. Ein ordentlicher Klecks Seife, ein Eimer heißes Leitungswasser, eine Nacht Geduld und eine Saugglocke in Reserve: Das ist schon der ganze Trick. Probieren Sie es aus, bevor Sie zu aggressiveren Mitteln greifen.