Die verborgene Arbeit hinter einem aufgeräumten Zuhause
Das größte Problem bei komplizierten Ordnungssystemen ist nicht immer der Platz, den sie beanspruchen. Es ist der Pflegeaufwand, den sie erfordern. Durchsichtige Vorratsbehälter sehen toll aus, wenn sie voll sind, aber jemand muss die Packungen in sie umfüllen, sie spülen, wieder auffüllen und sich merken, was wo hingehört. Eine schön unterteilte Schublade funktioniert perfekt – bis man viel zu tun hat, müde ist oder versucht, alles in fünf Minuten wegzuräumen.
Auch Körbe können dasselbe Problem verursachen. Zunächst bieten sie einem Platz für allerlei Dinge, die gerade zur Hand sind. Dann wird ein Korb zum Sammelplatz für Quittungen, Batterien, Schraubendreher, Ersatzschlüssel, Ladekabel und mysteriöse Gegenstände, die niemand wegwerfen möchte. Man hat das Durcheinander zwar technisch gesehen versteckt, aber nicht wirklich aufgeräumt. Man hat den Krimskrams lediglich in eine hübscher aussehende Schachtel verlagert.
Ein nützliches System sollte den Aufwand verringern und keine zusätzliche Hausarbeit verursachen. Bevor Sie etwas Neues einführen, fragen Sie sich, wie viel Arbeit das System nächste Woche, nächsten Monat und in sechs Monaten erfordern wird. Werden Sie tatsächlich weiterhin winzige Behälter auffüllen oder jedes Kabel in genau den dafür vorgesehenen Schlitz sortieren? Wenn die Antwort „nein“ lautet, halten Sie die Dinge lieber einfacher. Das beste System ist in der Regel das, das Sie an einem ganz normalen Tag ohne großes Nachdenken aufrechterhalten können.