Fakten über Island, die es von anderen Ländern unterscheiden.

Fakt 6: Beheizte Schwimmbäder sind Teil des täglichen gesellschaftlichen Lebens

In vielen Ländern sind Schwimmbäder eine Urlaubsaktivität, eine Vergünstigung im Fitnessstudio oder ein Luxus. In Island sind sie viel mehr wie Gemeinschaftswohnzimmer mit Dampf. Fast alle Schwimmbäder des Landes werden mit geothermischer Energie beheizt, und in vielen Städten gehören warme öffentliche Bäder zum täglichen Leben. Die Badetradition des Landes reicht bis in die Siedlungszeit zurück, und geothermisches Wasser wird als soziale Gewohnheit behandelt. Das bedeutet, dass ein isländisches Schwimmbad auch ein Ort sein kann, an dem man sich unterhalten, entspannen und über das Leben in der Nachbarschaft informieren kann, während man von kalter Luft und warmem Wasser umgeben ist. Allein dieser Kontrast ist schon wunderbar isländisch.

Was diese Tatsache besonders reizvoll macht, ist die Tatsache, dass sie mehr als nur die Landschaft offenbart. Island stellt man sich oft als schroff und dramatisch vor, aber die Poolkultur zeigt seine sanftere Seite. Der heiße Topf, das gemeinsame Bad und der ganzjährige Besuch eines geothermisch beheizten Pools sind Teil des Lebensrhythmus. In einem Land, das für seine raue Natur bekannt ist, wird das öffentliche Schwimmbad zu einem warmen, menschlichen Gegengewicht: praktisch, einladend und überraschend zentral. Manche Länder versammeln sich um Cafés. Andere versammeln sich in Kneipen. In Island versammelt man sich sehr oft im warmen Wasser unter freiem Himmel, und das ist vielleicht eine der liebenswertesten Besonderheiten des Landes.