Der Motor meines Fischerboots ging genau vor einem treibenden, 500 Fuß langen Geisterschiff aus – und dann passierte Folgendes… 

Leo ging tiefer in die Wohnräume hinein, seine Stiefel klackerten leise auf dem Linoleumboden. Er kam an einer Tür vorbei und erstarrte, als ein plötzlicher Lärm durch den Flur hallte. Er schlich auf das Geräusch zu und spähte hinein. Es war der Aufenthaltsraum der Besatzung. Ein großer, an der Wand montierter Fernseher lief auf voller Lautstärke und zeigte in Endlosschleife einen Actionfilm. 


Spektakuläre Verfolgungsjagden und Explosionen flackerten über die leeren Ledersofas und warfen lange, tanzende Schatten an die Stahlwände. Er sah in den angrenzenden Kabinen nach. In einem Raum steckte ein Handy in der Steckdose, dessen Bildschirm eine verpasste SMS anzeigte. In einem anderen stand ein Paar Stiefel ordentlich neben einem ungemachten Bett.


Die schiere Perfektion des Schiffes ließ ihm die Haare zu Berge stehen. Es war wie eine Filmkulisse, aus der die Schauspieler plötzlich spurlos verschwunden waren. Es gab absolut keinen logischen Grund dafür, dass die Besatzung aus dieser sicheren, trockenen Festung geflohen sein sollte.