Der Motor meines Fischerboots ging genau vor einem treibenden, 500 Fuß langen Geisterschiff aus – und dann passierte Folgendes… 

Es war ein Frachtschiff. Eine massive, hoch aufragende Wand aus Eisen, die sich mit furchterregender Wucht durch das ruhige Wasser bewegte. Es ertönte kein Signalhorn. Es läuteten keine Alarmglocken. Die große Wasserwelle, die vom Bug des Schiffes vorangetrieben wurde, raste bereits auf Leos kleines Boot zu und schäumte vor weißer Wut. Wenn diese gewaltige Stahlwand ihn traf, würde sein Holzboot in einer Sekunde in Splitter zerschmettert werden. „Nein, nein, nein“, murmelte Leo, während seine Hände nach der Zugschnur seines Außenbordmotors griffen.


Er riss kräftig an der Schnur. Der Motor stieß einen kläglichen, schrillen Husten aus und verstummte dann. Panik explodierte in seiner Brust. Das Schiff war jetzt weniger als fünfzig Yards entfernt, sein Schatten verschlang ihn vollständig. Er konnte die gezackten Roststreifen auf den Metallplatten erkennen. Er riss erneut an der Schnur. Stottern … Heulen … Nichts.

„Komm schon, spring an!“, schrie Leo und zog mit aller Kraft an der Schnur, während sich die hoch aufragende Stahlwand ihm immer weiter näherte.