Diese Idee in die Tat umzusetzen, war leichter gesagt als getan. Die meisten Menschen, die Tiny Houses bauen, stellen sie auf Anhänger und lassen sie jahrelang an einem Ort stehen. Jude wollte etwas ganz anderes. Sie wollte ein Zuhause, das reisen konnte. Nicht nur gelegentlich. Wann immer ihr danach war. Anstatt also ein Tiny House um einen Anhänger herum zu entwerfen, baute sie es auf die Ladefläche eines Lastwagens. Von außen wirkt das Konzept fast zu einfach. Ein Lastwagen transportiert ein Haus. Aber je länger man es betrachtet, desto mehr wird einem klar, wie viel Überlegung in das Design geflossen ist.
Der Lkw transportiert das Haus nicht nur von Ort zu Ort. Er löst gleichzeitig auch mehrere Stauraumprobleme. Ausrüstung, Werkzeuge, Outdoor-Ausrüstung und all die kleinen Dinge, die normalerweise den Wohnraum überfüllen, können separat verstaut werden, wodurch im Haus selbst Platz geschaffen wird. Diese zusätzliche Flexibilität ermöglichte es Jude, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Innenraum so zu gestalten, dass er sich wie ein echtes Zuhause anfühlt und nicht wie ein Fahrzeug.
Und genau da wird es interessant. Denn obwohl es auf der Ladefläche eines Lastwagens aufgebaut ist, fühlt sich der Innenraum keineswegs wie ein Wohnwagen an.