Melissa nahm den Beutel mit den Flusssteinen und schüttete sie direkt an die Stelle, an der das Regenwasser aus der Dachrinne am stärksten auf den Boden prasselte. Zunächst sah es nicht nach viel aus. Nur ein Haufen Steine, der unter einer Dachrinne lag. Aber genau darum ging es. Die Steine bildeten eine schützende Schicht zwischen dem strömenden Wasser und dem darunterliegenden Boden.
Anstatt direkt in den Mulch und das Blumenbeet zu prasseln, landete das Wasser nun auf den Steinen und floss durch den mit Steinen bedeckten Bereich. Da fiel Melissa noch etwas anderes ein. Auf dem Grundstück lagen noch alte Landschaftssteine aus früheren Projekten verstreut. Anstatt sie ungenutzt herumliegen zu lassen, holte sie auch diese herbei. Sie platzierte sie an den Rändern des neuen Flusssteinbereichs und gab der kleinen Kaskade so eine gewisse Form.
Plötzlich sah es weniger so aus, als hätte jemand einen Sack Steine unter einer Regenrinne abgeladen, sondern eher so, als wäre das tatsächlich so geplant gewesen. Ein wichtiges Detail musste jedoch noch geklärt werden. Melissa wollte nicht, dass die Steine eine weitere offensichtliche Begrenzung im Blumenbeet bildeten. Anstatt sie also in einer geraden Linie enden zu lassen, ließ sie sie allmählich in die umgebenden Holzspäne übergehen. Diese kleine Änderung machte einen überraschend großen Unterschied.