Brasilianischer Fischer dachte, er hätte ein Flussmonster gefunden – aber die Wahrheit war viel seltsamer

Dann bewegte sich das Wasser wieder. Diesmal sah er es richtig. Nicht alles. Nur genug. Eine lange schwarze Gestalt wälzte sich unter der Oberfläche, dick genug, dass sie unmöglich zu einem normalen Flusstier gehören konnte. Ein Teil von ihr hob und senkte sich wieder und schickte eine langsame Welle nach außen.


Die Haut – wenn es denn eine war – sah dunkel, glitschig und uneben aus, überzogen mit grünlichem Flussschlamm. Joaquim hielt für eine Sekunde die Luft an. Dann bewegte sich das Ding auf das Boot zu. Es machte keinen Ausfallschritt. Es stürzte nicht nach oben wie ein Krokodil.

Es bewegte sich einfach. Aber die Bewegung war so plötzlich und so heftig, dass der ganze Fluss mitzuschwimmen schien. Die Seite von Joaquims Boot rüttelte heftig. Seine Angelkiste rutschte über die Bodenbretter. Ein Paddel klapperte lose. Wasser spritzte über die Bordwand und auf seine Beine.


Als er wieder aufblickte, war die Gestalt verschwunden. Und der Fluss war wieder ruhig.