29. Die Max Factor Ice Mask (1930er Jahre)
Im glamourversessenen goldenen Zeitalter des frühen Hollywoods gingen Maskenbildner und Hautspezialisten bis zum Äußersten, um das Hautbild der Filmstars zu bewahren. Dieses vom legendären Max Factor entwickelte Gerät – offiziell „Hangover Mask“ genannt – bestand aus einer Gesichtsform aus Kunststoff, in die Dutzende hohle Metallwürfel eingelassen waren.
Die Würfel wurden mit Wasser gefüllt und festgefroren, bevor die Maske zwischen den Dreharbeiten fest auf das Gesicht einer Schauspielerin geschnallt wurde. Die Idee dahinter war, Schwellungen schnell zu reduzieren und ein müdes Gesicht unter den heißen Studiolichtern zu erfrischen, ohne das Make-up der Stars zu ruinieren. Rückblickend steht die an Hannibal Lecter erinnernde Ästhetik dieser eisgekühlten Plastikmaske in krassem Gegensatz zu den heutigen einfachen Kühlgel-Packs.
[Bildunterschrift id=“attachment_59061″ align=“alignnone“ width=“1200″] Bildnachweis: UW Digital Collections/ Wikimedia Commons[/Bildunterschrift]
30. Badeanzüge aus Fichtenfurnier (1929)
Im Jahr 1929 startete eine Gruppe innovativer Designer in Hoquiam, Washington, eine aggressive Marketingkampagne, um für die lokale Holzindustrie zu werben. Ihre große Idee? „Spruce Girls“, die Bademode präsentierten, die vollständig aus dünnen, flexiblen Platten aus echtem Fichtenholzfurnier gefertigt war. Als äußerst modisch, preiswert und praktisch unsinkbar beworben, sollten diese starren Kleidungsstücke auch im nassen Zustand garantiert ihre Form behalten. Es überrascht nicht, dass sich die Badeanzüge aus Holz kommerziell nie durchsetzen konnten, da sie den Schwimmern massive Splitter verursachten und ihre Bewegungsfreiheit stark einschränkten. Die heutigen hochtechnisierten, flexiblen Sporttextilien lassen das Konzept, steife Baumaterialien im Meer zu tragen, wunderbar absurd erscheinen.