David Miller blieb am Rand des Küstenwegs stehen und hob seine Kamera. Der Nachmittag war ruhig, doch in der Nähe der Klippen frischte der Wind auf. Claire stand hinter ihm und hielt ihre Jacke am Hals fest. Unter ihnen fielen dunkle Felsen steil zum Meer hin ab. Weit drüben in der Bucht spiegelte sich die späte Sonne in einer weiteren Felswand. David machte mehrere Weitwinkelaufnahmen, während Claire auf Vögel hinwies, die über dem Wasser ihre Kreise zogen.
Sie waren bereits seit mehr als zwei Stunden unterwegs. In der Nähe waren noch andere Wanderer, und alles schien in Ordnung zu sein. Sie gingen weiter in Richtung Aussichtspunkt, machten eine Pause, um etwas zu trinken, und machten Fotos, bevor sie sich auf den Rückweg zu ihrem Auto machten.
Noch am selben Abend saß Claire am Tisch in ihrem Ferienhaus und begann, die Fotos durchzusehen. Die meisten waren ganz gewöhnliche Urlaubsfotos. Dann blieb ihr Blick auf einem Bild der entfernten Klippe hängen. Auf halber Höhe der Felswand war ein winziger Farbfleck zu sehen. Sie beugte sich näher an den Bildschirm heran, und ihr Gesichtsausdruck veränderte sich. „David“, sagte sie. „Komm, schau dir das mal an …“