Die Angst erreichte ihren Höhepunkt, als Fiona in der Abstellkammer nachsah und nur zwei Kätzchen fand. Panik machte sich im Haus breit, als sie alle Schränke und Schubladen durchsuchten und nach dem kleinsten des Trios riefen. Es herrschte eine beängstigende Stille, bis John in der Nähe der Küchenvorratskammer stehen blieb und sein Ohr an die Trockenwand presste. Aus den Tiefen des Hausskeletts hörte er ein schwaches, rhythmisches Kratzen – nicht das verzweifelte Kratzen eines gefangenen Tieres, sondern eine gleichmäßige, zielgerichtete Bewegung. „Er ist in den Lüftungsschächten, Fiona“, flüsterte John mit blassem Gesicht.
Der Gedanke, dass sich das winzige Wesen im Labyrinth der Lüftungsschächte verirrt hatte oder hinter einem Steinsims im Kriechkeller feststeckte, war unerträglich. Das Haus, das immer ihr Zufluchtsort gewesen war, kam ihnen plötzlich wie ein gefährliches Labyrinth vor. John schnappte sich eine schwere Taschenlampe und machte sich auf den Weg zur Kellertreppe, während er im Kopf die schlimmsten Szenarien durchspielte. Wenn das Kätzchen in der Nähe des Ofens stecken blieb oder sich in einem Spalt im Fundament verkeilte, würden sie es vielleicht nie rechtzeitig herausbekommen. Mit jeder Sekunde, die verging, ohne dass ein Hilferuf ertönte, wurde die Luft im Haus dichter, als würden sich die Wände selbst um das fehlende Leben schließen.