Flugzeug vor Jahren verschwunden, Jahrzehnte später finden sie es und was sie darin entdecken, ist…

Noch vor Sonnenuntergang trafen die Behörden ein: Bergrettung, Luftfahrtermittler, Polizei und ein Bergungsteam. Alle waren düster und doch aufgeregt, weil sie zu einem vermissten Flugzeug aus den neunziger Jahren aufsteigen wollten. Nora blieb in der Nähe, weil sie es gefunden hatte und weil der leitende Ermittler Erik Voss ihr immer wieder praktische Fragen über den Hang, das Tauwetter und die Stabilität des Eises über Nacht stellte.

Als sie die Frachttür erreichten, wurden alle still. Das Flugzeug war nicht explodiert. Es war nicht zerbrochen. Es sah so aus, als wäre es brutal, aber kontrolliert auf dem Gletscher gelandet und dann in die Schüssel gerutscht, wo es später vom Eis eingeschlossen wurde. Das Fahrwerk war abgerissen, ein Motor war zerquetscht, und der Bauch war stark zerkratzt, aber der Rumpf hatte weitgehend gehalten. Erik leuchtete zuerst in das Cockpit. „Keine Leichen“, sagte er nach einem überraschten Moment.

Damit änderte sich die Stimmung schlagartig. Der Frachtraum ließ dasselbe vermuten. Die meisten Kisten waren noch festgeschnallt, aber der Weg zur hinteren Ladeluke war offen. Ein Überlebenspaket fehlte. Eine gefaltete Wärmedecke lag an der Wand der Kombüse. Im Cockpit war eine Streckenkarte mit Bleistift markiert worden, und das Kabel des Notsignals war von Hand herausgezogen worden. Nichts davon sah zufällig aus. Es sah so aus, als hätte die Besatzung die Landung überlebt, das Flugzeug sorgfältig durchsucht und es mit einem Plan verlassen. Das eigentliche Rätsel war nicht mehr, wohin das Flugzeug geflogen war. Es ging darum, was nach der Landung passiert war.