Ein Holzfäller schnitt einen hohlen Baum auf, schaute hinein und brach in Tränen aus!

Marco zog seine helle LED-Taschenlampe aus dem Gürtel, schaltete sie ein und richtete den intensiven weißen Lichtstrahl hinunter in den dunklen, hohlen Baum. Er schnappte nach Luft und wich einen ganzen Schritt zurück. Aus der Dunkelheit starrten ihn zwei Paar große, leuchtende Augen an, die von dem plötzlichen grellen Licht geblendet waren.

Am Grund der Mulde kauerten zwei kleine, zitternde Schwarzbärenjungen dicht beieinander. Sie drückten sich so fest aneinander, dass ihr Fell zu einer einzigen schwarzen Masse verschmolz. Eines von ihnen stieß einen leisen, zwitschernden Schrei aus und schirmte sein Gesicht vor dem grellen Licht ab. Beim Anblick der hilflosen, verängstigten kleinen Wesen traten Marco Tränen in die Augen.

Sie waren völlig unverletzt, aber zutiefst verängstigt. Er richtete seine Taschenlampe nach oben in den dunklen Baumstamm, um herauszufinden, wie sie hineingekommen waren. Zwanzig Fuß über ihnen, von dichtem Moos verdeckt, befand sich ein zerklüftetes Loch, wo vor Jahren ein massiver Ast abgerissen war. Die Jungtiere mussten den Baum erklommen haben und in die Öffnung gefallen sein, wobei sie an den glatten, morschen Innenwänden wie in einem Schornstein hinuntergerutscht waren – und sich am Boden völlig festgefahren hatten. Doch das warf eine noch beängstigendere Frage auf: Warum kletterten zwei wehrlose Jungtiere überhaupt so hoch in einen toten Baum?