Zwei Tage später lieferte ein Archivforschungsteam die endgültigen Antworten in Form von verblassten Pergamentkarten aus dem späten 18. Jahrhundert. Die alten Karten enthüllten, dass tief im Inneren des Hügels einst ein nicht registriertes, vorindustrielles Salzbergwerk betrieben worden war, bevor es plötzlich aufgegeben und aus dem lokalen Gedächtnis verdrängt wurde.
Geologische Untersuchungen bestätigten den durch Regen ausgelösten Prozess: Jedes Mal, wenn es am Hang regnete, sickerte Grundwasser durch die reichhaltigen Salzablagerungen in der Tunneldecke. Die salzige Sole tropfte herab und sickerte in das poröse Mauerwerk ein. Während die Feuchtigkeit in der warmen Scheunenluft verdunstete, kristallisierte reines Mineralsalz an der Oberfläche und bildete so eine unwiderstehliche Salzlecke für die Kälber.
Noch überraschender war der Aufbau der Karte: Der älteste Steinteil von Roberts Scheune war ursprünglich vor über 250 Jahren als oberirdischer Stollen-Eingang des Bergwerks errichtet worden. Heute hat sich das Kalb vollständig erholt, der Tunneleingang ist hinter einem verschlossenen Eisentor sicher gesichert, und eine vergrößerte Kopie des Grubenplans von 1780 hängt neben der Scheunentür – eine bleibende Erinnerung an die unterirdische Welt, die von ein paar hartnäckigen Kälbern entdeckt wurde.