Luis marschierte direkt zurück in Priyas Büro und legte sein dickes Logbuch direkt auf die Sicherheitsklausel von 1998. Diesmal stellte er es nicht als persönlichen Groll dar; er formulierte es in der einzigen Sprache, die Unternehmensleiter wirklich verstanden.
„Wenn heute Abend ein ankommender Krankenwagen hinter dem Auto eines Spenders stecken bleibt und ein Gast einen medizinischen Notfall erleidet, liegt die rechtliche Haftung eindeutig bei der Krankenhausleitung“, sagte Luis ruhig. „Unterschreibe einen ‚einmaligen Notfallversuch‘ der Satzung. Du schützt das Krankenhaus damit nur vor einer massiven Klage.“
Priya blickte hin und her zwischen dem Berg an fotografischen Beweisen und der unterzeichneten rechtlichen Klausel, halb amüsiert, halb entsetzt. „Du spielst mit dem Feuer, Luis. Wenn der Geschäftsführer davon erfährt …“ „Das wird ihm egal sein, sobald er die Sicherheitszahlen sieht“, erwiderte Luis gelassen. Priya holte tief Luft, griff nach ihrem offiziellen roten Genehmigungsstempel und drückte ihn fest auf das Papier. „Los“, murmelte sie.