„Ausweis“, wiederholte ich. „Oh“, sagte er. Das Lächeln verblasste zu Konzentration. „Das glaube ich nicht.“ „Und warum nicht?“ Wieder eine Pause. Diesmal länger. Seine Stirn legte sich in Falten, als würde er wirklich versuchen, die Antwort zu finden. „Ich habe es verloren“, sagte er schließlich. „Wann?“ Er blickte auf den Bürgersteig. Dann in den Himmel. Dann wieder zu mir. „Vor einer Weile.“
Es fühlte sich weniger so an, als wolle er der Frage ausweichen, sondern eher so, als könne er sie nicht richtig fassen. Als würde ihm jeder Gedanke entgleiten, kurz bevor er sich festsetzt. Ich rutschte in meinem Sitz hin und her und griff bereits nach dem Türgriff, unsicher, ob ich verarscht wurde oder meine Zeit verschwendete. In diesem Moment meldete sich das Radio. „Einheit 12, möglicher Raubüberfall im Gange. Maple und Third. Verdächtiger zu Fuß unterwegs.“