Die Mathematik erschreckte Laura mehr als das Gefühl. Zahlen boten keinen Trost. Sie berechnete Zeitrahmen, Miete, Kautionen und Eventualitäten. Jede Zahl schränkte ihre Zukunft ein. Die Angst wurde größer, als sie erkannte, dass die Liebe leise verschwinden konnte, aber die Finanzen laut und unbarmherzig zusammenbrachen und sie zu Entscheidungen zwangen, die sie allein nicht zu treffen vermochte.
Ihre Ersparnisse waren bescheiden, in jahrelanger Arbeit sorgfältig erarbeitet. Sie hatte verantwortungsbewusst geplant und war im Stillen stolz auf diese Disziplin. Doch die Zahlen verhöhnten sie jetzt. Sie boten Überleben, nicht Sicherheit. Genug, um Veränderungen zu ertragen, aber nicht genug, um ein neues Haus zu bauen oder das zu ersetzen, was ihr plötzlich genommen wurde.