Sie fand zu spät heraus, dass ihr Ehemann ihr Haus verkauft hatte!

Verbittert erinnerte sie sich daran, wie sie ihn damals verteidigt hatte. „Das bildest du dir nur ein“, sagte sie sich. „Menschen reisen. Die Arbeit erfordert es.“ Die Rechtfertigungen hatten reif geklungen. Jetzt klangen sie naiv. Der Umschlag verfestigte ein Narrativ, das sie nicht mehr rückgängig machen oder abschwächen konnte, so sehr sie es auch wollte.

Sie bereitete sich auf die Konfrontation mit ihm vor und festigte ihre Entschlossenheit. Zwischen der Post und dem Hotel glaubte sie, die Wahrheit zu kennen. Gewissheit, selbst schmerzhafte Gewissheit, war ein Trost. Sie gab ihrer Angst eine Form, ließ die Wut an die Stelle der Verwirrung und das Handeln an die Stelle des Wartens treten.