Sie kümmerte sich täglich um ihren behinderten Ehemann – bis sie die Kameras überprüfte.

Da hörte sie es oben – ein kurzes Klappern, dann das dumpfe Geräusch eines Fensters, das sich in den Rahmen setzte. Kein Knarren. Nicht das Haus, das sich bewegte. Ein Fenster, das sich schließt. Ihre Wirbelsäule wurde steif. Marcus schlief. Und niemand sonst hätte sich dort oben bewegen dürfen.

Das Geräusch kam aus dem Gästezimmer, das sie in eine Art Trainingsraum verwandelt hatte, in dem sie die Gurte, die Matten und die Ausrüstung aufbewahrte, mit der sie Marcus manchmal unten half. Julia stieg mit klopfendem Herzen die Treppe hinauf, leise, Stufe für Stufe, als ob ein falsches Geräusch jemanden dazu verleiten könnte, sie zu beobachten.