„Man hat ihr nicht absichtlich etwas angetan“, fuhr der Arzt fort. „Keiner hat sie vergiftet. Aber sie war dem ausgesetzt. Und ihr Körper hat das nicht verkraftet.“ Carrie sackte auf dem Stuhl neben Maxines Bett zusammen, eine Hand flog zu ihrem Mund. Sie weinte auch – leise, zitternde Schluchzer – nicht aus Schuldgefühlen oder Wut, sondern aus der überwältigenden Erleichterung, zu wissen, dass ihre Tochter wieder gesund werden würde.
Es war keine Bosheit gewesen. Es war Gewissheit gewesen. Eleanor hatte auf das vertraut, was sie wusste. Zu sehr. Lang gehegte Gewohnheiten, die sie ohne zu hinterfragen weitergegeben hatte. Liebe, gepaart mit Vertrauen, gepaart mit Routine. Und nichts davon hatte ausgereicht, um Maxine in Sicherheit zu bringen.