„Hol das tragbare Ultraschallgerät – sofort!“, befahl Dr. Evans. Ben sprintete zu ihrem Geländewagen, schnappte sich das Gerät und richtete es mit zitternden Händen ein. Dr. Evans bestrich die Sonde mit Gel und drückte sie gegen Felicias Flanke. Der Bildschirm flackerte auf und warf einen gespenstischen grünen Schimmer auf die Wände der Box. Auf dem Monitor stockte Dr. Evans der Atem, als das Bild scharf wurde.
Felicia erwartete nicht nur ein Fohlen – sie erwartete Zwillinge. Schlimmer noch: Beide Föten lagen eng aneinandergepresst in einer gefährlichen Steißlage und blockierten den Geburtskanal. Doch als Dr. Evans die Knochenstruktur der Föten genauer unter die Lupe nahm, blieb ihr der Mund offen stehen.
„Ben, schau dir die Kieferlinien und die Ohren an“, flüsterte Dr. Evans ungläubig, während ihre Hände zitterten. „Das sind überhaupt keine Pferdefohlen. Das sind Maultiere. Wer auch immer sie gezüchtet hat, hat kein Sperma von einem Elite-Hengst verwendet – sondern billiges Eselsperma.“ Ohne ein weiteres Wort holte Dr. Evans ihr Handy heraus und wählte den Notruf.