Sie gaben ihr zehn Minuten. Es waren die längsten zehn Minuten in Walts Leben. Nun schneite es richtig, große, nasse Flocken legten sich auf den Kies und auf die Schultern des Tierarztes. Drinnen hatte Lily die Nase an die Scheibe gepresst, und June hatte ihre Arme um sie gelegt.
„Wenn die Dosis gestimmt hat, ist sie jetzt bewusstlos“, sagte der Tierarzt schließlich. Er schaltete eine Taschenlampe ein, legte sich flach auf den Bauch in den Schnee und schlängelte sich halb unter die Veranda. Walt hielt seine Stiefel fest, nur für den Fall. Eine Weile lang war nur der Atem des Tierarztes und das leise Rauschen des Schnees zu hören. Dann drang seine Stimme wieder von unter den Brettern herauf, gedämpft.
„Sie ist bewusstlos. Das Kätzchen hat sich ganz eng an sie geschmiegt. Es ist alles in Ordnung.“ Walt atmete tief aus. „Walt“, sagte der Tierarzt, und etwas in seiner Stimme hatte sich verändert. „Besorg mir mehr Licht. Sie hat nicht nur einen Draht am Körper, sondern zwei.“