Das vordere Ende wurde zu ihrem Schlafzimmer-Rückzugsort
Mila begann mit dem hinteren Teil des Wagens und verwandelte ihn in ein Schlafzimmer, in dem sie sich vom Rest der Welt abgeschottet fühlt. Sie mochte die Vorstellung, am „Ende der Schlange“ zu schlafen, wie sie es scherzhaft nennt, und verwandelte den kompakten Raum in das gemütlichste Zimmer des Hauses. Anstatt zu versuchen, zu viele Möbel hineinzupacken, hielt sie die Einrichtung einfach: ein Bett, das von mehreren Lagen Decken eingerahmt wird, ein schmaler Beistelltisch, eine Leselampe und ein alter Spiegel, den sie auf einem Flohmarkt fand. Die Wände wurden in warmen, erdigen Tönen gestrichen, so dass der Raum weniger wie ein Zugwaggon, sondern eher wie ein kleiner, im Wald versteckter Rückzugsort wirkte. Sie ließ sogar einen Teil der ursprünglichen Struktur sichtbar, so dass die Geschichte des Zuges Teil der Atmosphäre blieb, anstatt jede Spur davon zu verwischen.
Was den Raum ausmacht, ist nicht seine Größe, sondern seine Stimmung. Mila war sich schon früh darüber im Klaren, dass dieses Haus niemals luxuriös im traditionellen Sinne sein würde, und so konzentrierte sie sich darauf, ihm eine intime Atmosphäre zu verleihen. Leinenvorhänge lockern die Fenster auf. Haken für Schmuck und Schals dienen gleichzeitig als Dekoration. Auf einer kleinen Bank am Fußende des Bettes stehen Bücher, Kerzen und eine gefaltete Strickdecke. Nichts wirkt zufällig. Jeder Gegenstand sieht aus, als gehöre er dorthin, und diese sorgfältige Zusammenstellung verleiht dem Raum seinen stillen Zauber.
Sie sagt, dieses Zimmer habe ihr Verständnis von Komfort verändert. In ihren alten Wohnungen kaufte sie immer mehr Möbel, mehr Stauraum, mehr Dinge, um leere Ecken zu füllen. Hier musste sie wählerischer sein. Und dabei entdeckte sie, dass sich ein Raum voller anfühlen kann, wenn er weniger enthält, solange das, was übrig bleibt, einen Zweck erfüllt und ein bisschen Seele hat.