Diese 78-Jährige ließ ihr Traumhaus in einer Höhle bauen – aber das Innere sieht nicht so aus, wie man es erwarten würde

Die Eingangshalle, die sich wie ein Geheimgang anfühlt

Die ersten paar Schritte im Inneren sind der Teil, den Marta am meisten liebt. Die Besucher werden dort immer langsamer, als wüssten ihre Körper, dass sie etwas Ungewöhnliches betreten, bevor ihr Verstand sie einholt. Die Wände wölben sich ganz natürlich um sie herum, an manchen Stellen rau, an anderen glatt, mit winzigen Lichtern, die wie versteckte Glühwürmchen in den Stein gemeißelt sind.

Anstelle eines normalen Flurs hat Marta einen sanften Durchgang geschaffen, der leicht nach links abknickt. Diese kleine Kurve verleiht dem Eingang eine geheimnisvolle Note. Man kann nicht das ganze Haus auf einmal sehen. Man muss ihm folgen, einen Schritt nach dem anderen, während die Temperatur gerade so weit sinkt, dass die Außenwelt weit weg erscheint.

An der Wand steht eine Holzbank, die vom Gebrauch poliert ist und auf der Marta ein Paar alte Wanderschuhe, einen Korb mit Schals und einen kleinen Messinghaken für ihre Schlüssel aufbewahrt. Darüber hängt ein gerahmtes Foto: Marta als junge Frau, die an einer Bergstraße steht und sich die Haare ins Gesicht peitschen lässt.

Die Bauarbeiter schlugen vor, den Eingang komplett zu glätten, aber Marta lehnte ab. Sie möchte, dass sich die Menschen daran erinnern, wo sie sind. So bleiben ein paar Steinkanten sichtbar, die wie gefrorene Wellen über die Decke laufen. Dadurch wirkt der Eingang weniger wie ein Flur und mehr wie der Beginn eines Abenteuers.